Presseinformationen

Akademie für Verkehrssicherheit e.V.
Kampagne "Runter vom Gas" - Kinospot warnt vor Gefahren auf den Landstraßen
DVR: "Risiko Landstraße" soll minimiert werden

Berlin, 1. März 2012 (DVR) – „Fahr vorsichtig. Denn das Leben ist schön.“ Mit dieser Botschaft warnt der neue „Runter vom Gas“- Kinospot vor Unfällen auf Landstraßen. Der Kurzfilm wird ab 1. März 2012 ausgestrahlt. Er ist Bestandteil der neu aufgelegten Verkehrssicherheitskampagne des Bundesverkehrsministeriums (BMVBS) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: „Wir wollen den Menschen in Deutschland mit dem Film eine klare positive Botschaft auf den Weg geben: Das Leben ist ein Geschenk. Wer unaufmerksam fährt, setzt es aufs Spiel. Wer tödlich verunglückt verliert nicht nur das Schönste was er hat, sondern stürzt auch die Hinterbliebenen in tiefste Trauer. Deshalb: Vorsichtig fahren, vor allem auf der Landstraße, denn hier ist mit 60 Prozent die höchste Zahl der Verkehrstoten zu beklagen.“

Im Zentrum der im Dezember 2011 neu gestalteten Kampagne „Runter vom Gas“ stehen neben der Ablenkung durch Handy oder Navigationsgeräte das gefährliche Überholen insbesondere auf Landstraßen, rücksichtsloses Drängeln oder das Fahren unter Alkoholeinfluss. Denn während die Unfallzahlen auf den Autobahnen kontinuierlich zurückgehen, steigt die Zahl der Unfälle auf Landstraßen weiter an.

„Auf Landstraßen teilen sich viele Verkehrsteilnehmer einen Straßenraum – Fußgänger, Fahrradfahrer, Traktoren, Autos und Lkw. Das führt immer wieder zu Gefahrensituationen“, erläutert DVR-Präsident Walter Eichendorf. „Enge Kurven, Kreuzungen, Wildwechsel und manchmal schwierige Sichtverhältnisse erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich. Auch Alkohol am Steuer spielt bei Landstraßenunfällen leider eine große Rolle.“

In dem einminütigen Film erzählt Regisseur Joern Heitmann den Lebenslauf eines jungen Mannes im Zeitraffer: vom ersten eigenen Fahrrad über die große Liebe bis hin zur Gründung der eigenen Familie. Das erfüllte Leben des jungen Vaters endet abrupt in einem Verkehrsunfall.

Der Film wurde von der Berliner Produktionsfirma Bubbles realisiert und wird in deutschen Kinos, auf Youtube und den Internetseiten der Kampagnenträger gezeigt. Der Soundtrack kommt von Jan Plewka, Sänger der Hamburger Rockgruppe Selig.

Weitere Informationen unter: www.runtervomgas.de

Bonn, 13. Dezember 2011 (DVR) – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat in Berlin zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Walter Eichendorf, die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ neu gestartet. Sie wird thematisch geöffnet und weiterentwickelt.

Die Kampagne richtet ihr Augenmerk ab sofort auf weitere Unfallursachen und -risiken im Straßenverkehr: Neben Rasen und unangepasster Geschwindigkeit sind dies vor allem Ablenkung durch Handy, Zigaretten oder Navigationsgeräte, gefährliches Überholen insbesondere auf Landstraßen, rücksichtsloses Drängeln oder das Fahren unter Alkoholeinfluss. Zudem wirbt die Kampagne für das Anschnallen in Kraftfahrzeugen und das Tragen von Fahrradhelmen.

Die Botschaften der von Minister Ramsauer heute vorgestellten Kampagnenmotive: „Fahr nicht so schnell“, „Lass dir Zeit“, „Finger vom Handy“ und „Papi, fahr vorsichtig“. Rund 800 Plakate werden mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in den nächsten Wochen an den Autobahnen und Rastplätzen für eine sichere Fahrweise werben. Eines der Motive wird auf 150 Lkw zu sehen sein, die quer durch Deutschland unterwegs sein werden. Anzeigen und Hörfunkspots, ein Kinospot sowie umfassendes Informationsmaterial und weitere Maßnahmen an Landstraßen folgen ab 2012.

Ramsauer: „Unser ‚Verkehrssicherheitsprogramm 2011' gibt ein ehrgeiziges Ziel vor: Wir wollen die Zahl der Getöteten bis 2020 um 40 Prozent senken. Auch die Zahl der Schwerstverletzten muss kontinuierlich und deutlich gesenkt werden. Das kann nur gelingen, wenn wir alle Unfallursachen bekämpfen. Die neu gestartete Kampagne ist Teil unserer Maßnahmen. Sie appelliert an die Verkehrsteilnehmer, verantwortungsvoll zu fahren und sich der Gefahren im Straßenverkehr bewusst zu werden. Ziel ist, Fehlverhalten zu vermeiden. Zentrales Anliegen ist die Verbesserung der Landstraßensicherheit, denn auf Landstraßen sind mit rund 60 Prozent die meisten Verkehrstoten zu beklagen. Mit Plakatierung insbesondere an diesen Strecken sowie mit Anzeigen und Hörfunkwerbung wollen wir auf die Risiken hinweisen.“

Walter Eichendorf, Präsident des DVR: „Auf der Landstraße finden wir ein besonders hohes Sicherheitsrisiko durch die verschiedenen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Rad-, Motorrad-, Pkw-, Bus-, Traktor- und Lkw-Fahrer, hohe Geschwindigkeiten, starke Auswirkungen der Witterungsverhältnisse, unübersichtliche Strecken- und Kurvenverläufe und so genannte ‚Baum- und Diskounfälle’. Daher müssen wir gezielt das ‚Risiko Landstraße’ minimieren.“



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