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Alkoholverbot für Fahranfänger
senkt die Unfallzahlen

Das seit August
2007 geltende Alkoholverbot für Fahranfänger hat die
Unfallzahlen alkoholisierter Fahranfänger deutlich gesenkt
(Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V., Bonn)
Bergisch Gladbach. (15.11.2010)
"Die Zahl der an einem Unfall beteiligten
Pkw-Fahranfänger mit einer Blutalkoholkonzentration von
mindestens 0,3 Promille ist innerhalb der ersten zwölf Monate
nach Einführung des Alkoholverbots für Fahranfänger im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahres-Zeitraum um 15 Prozent gesunken."
Das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt
für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach. Das Gesetz war zum
1. August 2007 eingeführt worden.
Auch bei den Alkoholverstößen konnte bei
den jungen Fahrerinnen und Fahrern unter 21 Jahren ein
deutlicher Rückgang von 17 Prozent festgestellt werden. Bei den
21jährigen und älteren waren es lediglich 2,5 Prozent weniger.
Die Einführung des Alkoholverbots für Fahranfänger ist damit ein
wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Der Erfolg spiegelt sich auch bei der Akzeptanz der Maßnahme:
95 Prozent finden laut einer Befragung von über 1.000
Fahranfängern, dass das seit August 2007 geltende Gesetz zum
Alkoholverbot für Fahranfänger eine sinnvolle
Verkehrssicherheitsmaßnahme ist.
Über 98 Prozent der Befragten wissen, dass es für
Fahranfänger verboten ist, unter Alkoholeinfluss am
Straßenverkehr teilzunehmen. Der Mehrheit (87 Prozent) ist
bekannt, dass sich die Probezeit um weitere zwei Jahre
verlängert, wenn während dieser gegen das Alkoholverbot
verstoßen wird. Lediglich zwölf Prozent sind mit dem absoluten
Alkoholverbot nicht einverstanden.
Bei den mit Alkoholkonsum verbundenen abendlichen
Discobesuchen und anderen Freizeitaktivitäten werden häufig
andere Verkehrsmittel als das Auto benutzt: 41 Prozent der
Jugendlichen nehmen öffentliche Verkehrsmittel, 21 Prozent
fahren Fahrrad und 46 Prozent schließen sich einer
Fahrgemeinschaft an. Ein Viertel geht zu Fuß. Sieben Prozent der
Befragten gaben an, zu Hause zu bleiben, wenn sie Alkohol
trinken. |